Das Kunstprojekt „Loreley-die-BÜrste“

Das Kunstprojekt „Loreley-die-BÜrste“

Sie als kunst- und designaffiner Mensch sind immer auf der Suche nach Gegenständen, die Mann oder Frau nicht unbedingt braucht, die aber Ihr ästhetisches Empfinden ansprechen und deshalb Ihr Herz höher schlagen lassen. Zeitgenössische Kunst nehmen Sie besonders wahr! Hier ist ein besonderes Design-Projekt des Künstlers Ingo TERRUMANUM für Sie: Mit „Loreley-die-Bürste“ setzt Ingo das soziale und kulturelle Miteinander in die Praxis um.

Das Projekt

AufteilungInspiriert vom Mythos der Loreley, schuf Ingo TERRUMANUM das Gebrauchskunst-Objekt „Loreley-die-Bürste“. Der assoziazionsträchtige Name und die auf das Symbolhafte reduzierte, archaische Kontur der Bürste laden ein zur freien Interpretation und provozieren gleichzeitig den kritischen Blick auf jene femininen Eigenschaften, die auch heute noch mit vielen Klischees behaftet sind. Während ihrer Entstehung wurde die Loreley für Ingo TERRUMANUM zum Brennpunkt einer sozial gerichteten Kunstauffassung. Bei der Suche nach geeigneten Materialien für ein Kunstobjekt, das die materiellen Eigenschaften einer Bürste annehmen sollte, kam der Kontakt zu einer Blindenwerkstatt zustande, in der Bürstenwaren hergestellt werden. Nach Abschluss des künstlerischen Entwurfs erfolgte in eben dieser Blindenwerkstatt die Fertigung der Loreley-Bürsten. Die hohe haptische Sensibilität der blinden Handwerker floss in jedes einzelne dieser Objekte ein, die in einer ersten Auflagenhöhe von 1000 Stück hergestellt wurden.

der kÜnstler

Ingo Terrumanum
geb. 1963
lebt und arbeitet in Köln
diversere Projekte und Ausstellungen seit 1986 mehr >

das objekt

Buchenholzbürstentorso mit 42 mit Eisendraht eingezogenen Borstenbündeln aus Tampico-Fasern
Auflagenobjekt: Multiple
Projektbeginn: 01/2000
Erste Auflage: 1.000 Stück

die materialien

Die Bürsten sind, mit Ausnahme des Einziehdrahtes, aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen gefertigt. Der Korpus besteht aus Buchenholz. Besondere Beachtung verdient die eingezogene Tampico-Faser. Schon seit Jahrhunderten wird die Tampico-Faser aus Nordmexiko importiert. Für die Herstellung von Badebürsten, Schrubbern, Wischern, Reinigungsbürsten aber auch zur Herstellung von Seilen und Stricken wird die Faser gerne verwandt. Sie wird von Agaven gewonnen, die auf kalkhaltigen Böden wachen. Die elastische, widerstandsfähige, hitzefeste sowie säure- und laugenbeständige Faser wird drei bis viermal pro Jahr aus den Herzblättern der Pflanze geerntet. Der zum Einzug der Tampico-Fasern verwendete rötlich-blanke Draht ist ein weicher, niedrig gekohlter Eisendraht. Die Eigenschaften der Bürste spiegeln künstlerische Idee und Gebrauchszweck des Objekts: Mythos der Loreley, weibliche Kontur, natürliche Rohstoffe mit all den jeweils impliziten Bedeutungen, vereinigt auf den Gebrauchsgegenstand der Bürste, die zur Körperpflege dient – und dies meist am weiblichen Körper…

die herstellung

Sehbehinderten Mitbürgern eine angemessene und erfüllende Arbeit zu ermöglichen, ist ein Anliegen, das mit dem Handwerk des Bürstenmachers seit langem verbunden ist. Für die Bürstenmacher der Blindenwerkstatt Nordrhein war das Einziehen der Fasern in Ingo TERRUMANUMs Loreley-Bürsten-Torso und damit die Beteiligung an einem künstlerischen Projekt eine außergewöhnliche Arbeit, der sie mit besonderer Hingabe widmeten. Die unmittelbare Verflechtung von künstlerischem Schaffen und handwerklicher Arbeit mit sozialem Nutzen verdient eine besondere Würdigung, die sich beispielhaft in den Vermarktungserlös für die Blindenwerkstatt widerspiegelt. So ist in der Schaffensphase des Künstlers ein Werk mit besonders starker sozialer Komponente entstanden. Sie als Käufer der Loreley-Bürste helfen den Arbeitsplatz eines blinden Bürstenmachers zu erhalten und abwechslungsreich zu gestalten.

die soziale einrichtung

Blindenwerkstatt Nordrhein gGmbH
Karl-Bosch-Straße 25
50827 Köln

die vermarktung

Das Ergebnis von Ingo TERRUMANUMs Kunstprojekt ist zum einen Würdigung der künstlerischen Arbeit an sich, dient aber zum anderen – und dies vor allem – zur Förderung bestehender und dem Aufbau neuer Blindenwerkstätten weltweit. Wir schaffen zur Vermarktung der Bürste unterschiedliche Rahmenbedingungen, die von der Werbung mit Kunstobjekten über Sponsoring bis zu einem geplanten weltweiten Fotowettbewerb ein Ziel hat: Die sBlindenarbeit zu unterstützen. Wir freuen uns, wenn Sie als Leser dieser Zeilen sich an diesem gewinnbringenden Kunst-Projekt beteiligen.

loreley community

Über 300 Loreley-Bürsten sind bereits als Gebrauchsgegenstand und Kunstobjekt im Einsatz. Helfen Sie mit, die Zahl der im Gebrauch befindlichen Bürsten zu steigern und fördern Sie damit ein außergewöhnliches Projekt mit sozialem und künstlerischem Anspruch. Werden Sie mit dem Kauf einer Loreley-Bürste Mitglied der Loreley-Community und nehmen Sie als solches an ausgewählten kulturellen Veranstaltungen teil, deren Erlöse der nachhaltigen Unterstützung unserer Blindenarbeit zufließen.

Finanzierung, Vermarktung und Projektbetreuung

Galerie der VCH Venture Capital Hürth GmbH
Kalscheurener Straße 19 / Atelier 40
50354 Hürth

Leave a Reply